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Montag, Januar 8

Babel



Ein marokkanischer Junge schießt mit dem Gewehr eines japanischen Jägers eine amerikanische Touristin an, deren Kinder von der Haushaltshilfe mit zu einer mexikanischen Hochzeit genommen werden und bei der Wiedereinreise in die USA Schwierigkeiten beim Zoll bekommen. Das amerikanische Touristenpaar arbeitet dabei seine Ehekrise auf und die taubstumme Tochter des japanischen Jägers pubertiert. Oder wie man in Disneyworld sagen würde: „It’s a small world.“

Nun gut, wie zu erwarten war, ist die Story sehr konstruiert, aber das stört nicht mal so sehr. Um gängige Klischees kommt der Film nicht ganz rum, aber zumindest werden Araber nicht als völlig unzivilisierte Barbaren dargestellt, im Gegenteil, sie sind humaner und taktvoller als die amerikanisch-westeuropäische Reisegruppe der verletzten Touristin. Der Film verfolgt eine gute Idee (siehe Disneyworld), wenn auch vielleicht etwas platt. Ansonsten ist er handwerklich solide gemacht. Warum er allerdings Überlänge haben muss, weiß ich nicht, denn die Story ist im Grunde in einem Absatz erzählt (siehe oben).

Montag, Dezember 18

Ein gutes Jahr



Geldgieriger Börsenhai erbt völlig unerwartet altes, baufälliges Weingut in der Provence von seinem längst vergessenen guten Onkel, bei dem er als Kind immer die Sommerferien verbracht hat. Als er das Weingut besichtigt, um es zu verkaufen, lernt er die Dorfschönheit kennen und verliebt sich. Desweiteren taucht noch eine kecke Cousine aus den USA auf, die auf der Suche nach ihrem Vater (dem guten alten Onkel) ist. Eine weitere Hauptrolle spielt der Wein: ungenießbarer, den das Weingut produziert und köstlicher, dessen ominöse Quelle niemand kennt.
Ein gutes Jahr, ein schöner Film. Ein kleines Märchen aus der Provence zum Träumen und Genießen. Ich hatte einen sehr vergnüglichen Abend und wie alle anderen Leute, die den Film gesehen haben, machen auch wir nächstes Jahr Urlaub auf einem Weingut in der Provence.
Liebe das Leben und lebe die Liebe, ach, schöner kann man es nicht und mehr sollte man über diesen Film auch nicht sagen.