Posts mit dem Label cake and pie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label cake and pie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, Mai 17

Keks-Geburtstag

Gestern abend haben wir bei unserem Lieblingsitaliener das 39. Lebensjahr aus- und das 40. (!!!) anklingen lassen.
Jedoch mit Bedacht. Wenn der Herr Lieblingsitaliener nämlich mitkriegt, dass jemand Geburtstag hat, dann dämmert er um 12 gerne das Licht, dreht die Stereoanlage auf "volume max", spielt irgendso ein italienisches Geburtstagslied und kommt mir versammelter Kellnermannschaft mit selbst gebastelten Instrumenten an den Tisch und führt ein nettes Tänzchen auf.
Danach war uns gestern irgendwie nicht. Deshalb haben wir ganz still und heimlich um 10 vor 12 zwei Gläser Prosecco bestellt (Merke: Prosecco schmeckt nicht mehr so ganz gut, wenn man schon eine halbe Flasche trockenen Rotweins getrunken hat, ich glaub zumindest, das war der Grund).
Geschenke gab's zu Hause. Asche auf mein Haupt: Ich war ja echt nicht so kreativ in diesem Jahr. Der Keks bekam eine Fußballzeitung (Flughafen-Laden),

ein Buch (Flughafen-Laden)

und einen Einrichtungsgegenstand (Prämie für Abonnieren der Tageszeitung).

Naja. Würde man sich eigentlich schon was besseres wünschen von seiner Verlobten. Ein bisschen was Persönlicheres. (Merke: Nächstes Jahr besseres Geschenk überlegen!)
Mit dem Segelschein kommen wir voran. Ich sag nur, das Topplicht strahlt in einem Abstrahlungswinkel von voraus bis zwei Strich achterlicher als quer ab. Wahnsinn.

Mittwoch, Januar 10

Sekundärer Krankheitsgewinn

Der arme, arme Keks hat ein komische Warze auf dem Handrücken. Der ästhetische Aspekt ist das eine, schlimmer daran ist aber die Schmerzempfindlichkeit. Deshalb darf ich NIEMALS die Hand vom Keks berühren, ohne genau auf die Warze aufzupassen. Und dabei berühre ich den Keks so gerne.

Gestern war er beim Arzt, der besorgten Blickes die Warze entfernt hat. Keks kam nach Hause mit einem gigantischen Verband und der Gewissheit, die Schmerzen würden im Lauf der Nacht unerträgliche Ausmaße annehmen. Um das Schlimmste abzuwenden, hab ich gleich angefangen, ihn zu verhätscheln (er kann ja auch nichts machen mit der Hand), ich hab Abendessen gemacht und ihm alles hinterhergetragen und hab die Programme am Fernseher nach seinen Wünschen gewechselt und ihm sein Buch gebracht und die Zeitung und die Hausschuhe. Nach dem Abendessen beschloss Keks, dass es schon mal sinnvoll wäre, den Schmerz prophylaktisch mit einer Flasche Rotwein zu bekämpfen. Als die Flasche Rotwein leergetrunken war und ich mich todmüde Richtung Schlafzimmer aufmachte, teilte mir Keks mit, dass er jetzt so lange wie möglich aufbleiben (und im Internet surfen) müsste, damit er dann ganz, ganz müde wäre, so dass er die Schmerzen, die noch kommen würden, gar nicht spürte.

Nachdem er heute morgen meinen Spülhandschuh zum Duschen zweckentfremdet hatte, teilte er mir mit, dass die Heilung bisher sehr erfreulich verliefe. Schmerzen hätte er (bis jetzt!) nicht und der Verband wäre auch nicht mal nass geworden.

Mittwoch, Januar 3

New Year 2007

Eigentlich sollten wir das neue Jahr in Bielefeld begrüßen. Auf einer Party unter dem Motto "Die Zwei". Obwohl ich diese Serie gar nicht kenne und außerdem keine Mottoparties mag. Nachdem ich zuerst zugesagt hatte, dann abgesagt wegen Verkleidungszwang, dann wieder zugesagt wegen Minikleid-gilt-auch-als-Verkleidung, überkamen unsere Bielefelder Freundin St. finale Zweifel, ob die Party überhaupt lustig werden würde. Daraufhin änderten wir spontan unsere Pläne, riefen auf gut Glück eine Pension auf Sylt an, hatten Glück, bekamen ein bezahlbares Zimmer und los ging's.

Sylt ist ja grundsätzlich eine etwas seltsame Insel ("ohne Bunte wäre es nur irgendeine Nordseeinsel"). An Silvester aber besonders. Es ist ja so, dass es im Winter auf Sylt tendenziell eher kalt ist, deshalb ist ja auch die Hauptsaison im Sommer. Nichtsdestotrotz besteht ein unglaublicher Hype bezüglich Silvester-Parties auf Sylt. Ein Silvester auf Sylt gilt als der ultimative Start ins Jahr. Nun gut.

Abgesehen davon, dass es grundsätzlich kalt ist im Winter, war es in diesem Jahr auch außergewöhnlich stürmisch. Trotzdem war die Insel voll. Die Leute blieben auch nicht in ihren Hotelzimmern, sondern stromerten am Strand entlang, liesen sich durchpusten und von der Gischt vollspritzen. Da Sonnenbaden und Strandkorb-Lümmeln definitv ausfielen, konzentrierte sich die Meute ansonsten auf die berüchtigten Gastronomiestätten. Entsprechend waren diese fast ausnahmslos voll, laut und ungemütlich. Außerdem war alles sehr geschmackvoll mit Luftschlangen dekoriert. Sogar die Busse, in denen die Stimmung auch am Dampfen war.

Die Silvester-Menüs auf Sylt beginnen um 19 Uhr, was für mich aus Styling- und Nahrungsaufnahme-Gründen definitiv zu früh ist. Pünktlich um 18.45 Uhr setzte der Regen ein, was unmittelbar dazu führte, dass beim besten Willen kein Taxi zu bekommen war. Ich also in meinem Kleidchen äußerst unelegant eine Plastiktüte über'm Kopf haltend zu Fuß zum Strandbistro. Außer uns hatte sich im Strandbistro eine etwa 40-köpfige fröhliche Partygesellschaft mit zehn pubertierenden Kindern eingebucht. Ich muss zugeben, dass diese Runde letztendlich weniger störend war, als ich anfangs vermutet hatte. Sie orderten gleich zu Anfang des Abends mehrere Flaschen Bacardi und Cola light (!), vielleicht hat das letztendlich zur relativen Ruhe beigetragen. Die Kinder waren etwas schwieriger, sie tranken normale Cola ohne Bacardi und waren ziemlich hyperaktiv, was sich besonders in ständigem Hinaus- und Hereinlaufen äußerte. Dies war anstrengend, denn draußen war's kalt, regnerisch und stürmisch und unser Tisch lag in direkter Luftzuglinie zur Tür. Entsprechend war mir den ganzen Abend kalt.

Das Menü begann letztendlich um Viertel nach acht, war insgesamt sehr gut und nachdem uns der Wirt auch noch eine Flasche Chianti und eine Flasche Prosecco ausgegeben hatte, war es auch gar nicht mal mehr so teuer. Um 12 konnten wir auch noch ein Feuerwerk bestaunen, das uns von professionellen Pyrotechnikern trotz äußerst widriger Wetterverhältnisse dargeboten wurde. Leider blieb das Wetter im weiteren Verlauf des Abends so schlecht, das an ein Wechseln der Location nicht zu denken war. Wir blieben deshalb einfach im Strandbistro, machten noch die Bekanntschaft eines sympathischen Autohändler-Pärchens aus der schleswig-holsteinischen Provinz, liesen uns die Schleswig-Holstein-Hymne vorsingen und wankten dann betrunken (jetzt ohne Plastiktüte, weil war egal) zurück in die Pension.

Den Neujahrstag verbrachten wir ebenfalls auf der Insel. Wir zwangen uns, noch ein bisschen durch Keitum zu laufen und dann auch noch eine Stunde am Strand entlang, obwohl das Wetter noch schlechter war als am Tag zuvor. Völlig durchgefroren, durchnässt und übermüdet fuhren wir schließlich gegen halb sechs nach Hamburg zurück.

Da ich befürchte, aufgrund dieser anstrengenden Tage demnächst krank zu werden, trinke ich seit Montagabend regelmäßig Meditonsin. Bisher halte ich mich aufrecht. Zweifellos der ultimative Start in 2007.

Mittwoch, Dezember 27

Christmas Time

Nun haben wir es wieder hinter uns. Eigentlich hatte ich beabsichtigt, heute zu posten, Weihnachten 2006 wäre ein sehr unaufgeregtes Weihnachten gewesen. Aber es kam anders.

Es ist sehr komisch, am 23.12. die schönste Stadt und den besten Keks der Welt zu verlassen, um Weihnachten in der niederbayerischen Provinz zu verbringen, wo sich früher mal mein Leben abgespielt hat. Aber es musste sein. Prompt bekam ich in der ersten Nacht in meinem alten Zimmer, das mittlerweile zum Büro-, Fitness-, Fernseh-, Abstell- und Chill-Out-Areal meiner Eltern geworden ist, eine üble Migräne-Attacke, die nur durch Plündern des mütterlichen Apothekenschränkchens zu stoppen war. In der zweiten Nacht hab ich mich in den Schlaf geheult. In der dritten Nacht musste ich auf Klo, wo aus unergründlichen Quellen Wasser ausgelaufen war, was dazu führte, dass ich nasse, kalte Füße bekam und zwei Stunden lang nicht mehr einschlafen konnte.

Außer den üblichen Verwandtschaftsbesuchen und Magenschmerzen gab es zwei Ereignisse, die dieses Weihnachten zu einem unvergesslichen Weihnachten gemacht haben.
In den letzten Wochen hatten Keks und ich immer schöner und bunter vom luxuriösen Leben in unserer eigenen Wohnung in Uhlenhorst geträumt. Wie wir im Garten Erdbeeren pflanzen können und Sommerabende mit einem Glas Rotwein auf unserer Terrasse genießen und Partys feiern und so. Dafür hätten wir uns sogar auf Haaresbreite an die Insolvenz heran verschuldet. Ich hab im Geiste schon die Küche gefliest, da kam der Todesstoß für unseren Traum. Ein einzelner Mensch stellte eine einzelne einfache Frage, die wir aus irgendwelchen Gründen bisher völlig übersehen hatten. Wir stellen diese Frage eigentlich immer als erstes, diesmal aber nicht.
"In welche Himmelsrichtung liegt eigentlich die Terrasse?" Antwort: Norden. Tiefster Norden.
Projekt Uhlenhorst ist damit erstmal beendet.

Meine Eltern in freudiger Erwartung des freudigen Hochzeitsereignisses im nächsten Jahr hatten eine Menge Vorschläge auf Lager, wie, wann und wo das Fest zu begehen sei. Um mich über den tragischen Verlust des Wohnungstraums hinwegzutrösten, versuchte ich mich am Hochzeitstraum und unternahm gemeinsam mit meinen Eltern einen Location Check in Kirchen und Hotels. Abends muss ich wohl etwas zu enthusiastisch von unseren Nachforschungen berichtet haben, denn Keks reagierte unwillig.
"Im Juli hab ich keine Zeit."
"Ich weiß ja noch gar nicht, ob ich überhaupt jemanden einladen will."
"Vielleicht haben wir ja gar kein Geld."
"Es ist ja noch so lange hin, da mach ich mir noch keine Gedanken."
All dies ergab in der Summe ein äußerst gereiztes Telefonat und die übliche emotionale Überreaktion einer Frau, die gerade erfahren hat, dass der Garten ihrer Traumwohnung nach Norden liegt.
"Er will gar nicht heiraten."
"Ich bin ihm völlig gleichgültig."
"Er liebt mich nicht mehr."
"Er hat mich noch nie geliebt."

Zwei Tage, 27 Telefonate und eine große Versöhnung später ist die Welt wieder in Ordnung und ich kann mich eigentlich kaum noch daran erinnern, wie es dazu kommen konnte.

Zurück in Hamburg dann die Bescherung: Unter unserem Weihnachtsbaum lagen ein Gutschein für einen Segelkurs auf der Außenalster (für Phoebe) und ein Füller von Mont Blanc (für Keks). Wir saßen auf unserem Rolf-Benz-Sofa, tranken eine teure Flasche Rotwein und waren sehr froh, dass das mit der Wohnung nicht geklappt hatte, so dass wir weiter unser Geld für unsinnige Dinge ausgeben können.

Donnerstag, Dezember 14

Wasser weg

Als ich heute abend nach Hause kam, war das Wasser weg.
Vor etwa drei Jahren hat Keks einmal seinen Rasierer so unglücklich ins Waschbecken fallen lassen, dass mehrere Sprünge im Waschbecken entstanden sind. Aber selbst ist der Keks und so klebte er das Waschbecken mit Spezialkleber und lebte glücklich weiter.
Vor etwa einem Jahr ist Phoebe in die Wohnung eingezogen und vom Tag ihres Einzugs an, fand sie, dass das mit dem Sprung im Waschbecken nicht ok war.
Heute morgen kam der Klempner. Und heute abend war das Wasser weg. Die ganze Waschbecken-Tauschaktion dauert jetzt wohl doch zwei Arbeitstage und dass wir heute vielleicht noch mal auf Klo gehen wollen und morgen früh zumindest die Zähne putzen, war dem Klempner wohl nicht so präsent, als er (vermutlich um 15.30 Uhr) sein Werkzeug fallen ließ (in unsere Badewanne) und sich (im wahrsten Sinne des Wortes) aus dem Staub machte.
Zwangsläufig musste ich deshalb ins Fitnessstudio fahren, um dort zu duschen und die Haare zu waschen. Die Zähne putze ich mir dann morgen in der Firma, nur für die Sache mit dem Klo hab ich noch keine Lösung.

Mittwoch, Dezember 13

Stromberg


Keks und ich haben gestern die erste Staffel von Stromberg beendet. Ich lache mich jeden Abend wieder darüber kaputt, obwohl ich die meisten Folgen schon einmal gesehen habe. Ähnlichkeiten zu einer mir bekannten Firma gibt es aber eigentlich nicht.

Stromberg: höchstens in tendenziellen Tendenzen vorhanden
Erika: nee, fällt mir niemand ein
Ernie/Bert: definitiv nein, wir lieben uns hier alle
Ulf: definitiv ja
Tanja: ja, hat durchaus Ähnlichkeiten mit Phoebe... (hihi)


Des weiteren hat uns folgende Gegendarstellung erreicht.
Keks: Für die Tage 1 bis 5 gab es einen gesonderten Adventskalender, der aus süßen kleinen Geschenken aus Schokolade bestand. Nur aus diesem Grund war der "richtige" Adventskalender von 1-5 leer. Außerdem finde ich, dass Keks insgesamt in diesem Blog zu schlecht weg kommt.
Redaktion: Wir sind verpflichtet diese Gegendarstellung abzudrucken.

Samstag, Dezember 9

Weihnachtskonzert

Keks und ich waren gestern beim Weihnachtskonzert. Es war sehr schön, vor allem die Lucia-Sängerinnen hatten es Keks angetan. Allerdings gab es im Vorfeld eine kleine Unstimmigkeit.
Keks holt Phoebe vom Büro an, mustert sie von oben bis unten bis oben: Wie siehst du denn aus?
Phoebe: Wieso? Ich hab immer noch dasselbe an, was ich heute morgen angezogen habe, du hast mich doch gesehen.
Keks: Hab ich nicht drauf geachtet.
...es vergeht etwas Zeit...
Keks: Weißt du eigentlich, dass wir im VIP-Bereich sitzen, beim Management?
Phoebe: Nee, woher. Das hattest du mir nicht gesagt.
Keks: Du hast eine Jeans an (Anmerkung der Redaktion: dieselbe Jeans wie am Donnerstag in der Feuerzangenbowle). Sicher kommen da alle ganz aufgebrezelt. Naja, musst du halt durch deine Schönheit glänzen.

Keks, ich würde sagen, die Kurve hast du grad noch mal gekriegt.